Der Bodensee mit seinen drei Teilen: "Obersee", "Ueberlingersee" und "Untersee" ist ein sehr schönes Wassersportrevier. Allerdings birgt er für "Anfänger" durch seine plötzlich aufkommenden Unwetter einige Gefahren. Man sollte daher die Blinkfeuer des Sturmwarndienstes genau beachten und sich nach den Hinweisen der Wasserschutz- und Seepolizei und des Internationalen Seedienstes richten.
In den drei Anrainerstaaten gibt es zahlreiche vorbildlich eingerichtete Sportboothäfen mit entsprechender Infrastruktur. Den Gästen stehen schöne Clubhäuser mit Aufenthaltsräumen und Sanitäreinrichtungen zur Verfügung. Die Gastronomie rings um den See ist für ihre Qualität bekannt.
Vor über 40 Jahren pachtete der Deutsch-Schweizerische Motorboot-Club e.V. (DSMC) von der Deutschen Bundesbahn den im Jahre 1891 erbauten Leuchtturm. Der Turm bildet seit über 100 Jahren die südliche Begrenzung zur Einfahrt zum Hafen Konstanz. Sein Pendant auf der gegenueberliegenden Seite der Hafeneinfahrt ist heute der Turm mit der "Imperia".
Der Club setzte den alten Leuchtturm mit erheblichen privaten Mitteln, zuletzt in 1997, instand und hat mit dem "Molenhäusle" eines der romantischsten Clubhäuser am See. Es bietet im Innern allerdings nur Platz für etwa 10 Personen. Das in 1995 fertiggestellte DSMC-Clubhaus in der Hafenstrasse mit Clubräumen, Jugendzimmer, Club-Gaststätte "Steg 4", Hafenmeisterbüro, Sanitäranlagen etc. bietet den Wassersportlern und Gästen den erforderlichen Komfort. Anlässlich des 100jährigen Turm-Jubiläums im Jahre 1991 wurde der DSMC mit der Ehrenplakette für die vorbildlich gelungene Restauration eines Kulturdenkmals ausgezeichnet.
Motorbootfahrer und Segler im Club verrichten auf freiwilliger Basis während der Sommer-saison jeweils an Samstagen, Sonn- und Feiertagen den "Seedienst". Das ist eine Einrichtung des "Internationalen Bodensee Motorboot-Verbandes (IBMV)". Alle am See vertretenen deutschen, österreichischen und schweizer Motorbootclubs führen den Seedienst in ihrem angestammten Revier aus. Der DSMC ist zuständig fuer den Konstanzer Trichter (Deutsches Ufer) und den Seerhein abwärts von Konstanz bis zum schweizerischen Gottlieben. Ziele des Seedienstes sind u.a. dafür zu sorgen, dass die Bodensee-Schiffahrts-Ordnung, die Geschwindigkeitsbeschränkungen auf dem Seerhein und in der 300m-Uferzone sowie andere geltende Gesetze wie z.B. Vorschriften zum Schutze der Umwelt beachtet werden. Weitere Aufgaben sind: Hilfeleistung für in Seenot geratene Wassersportler, aber auch Information von Revierfremden über die hier geltenden Gesetze und Verordnungen. Darüber hinaus versehen die "Seedienstfahrer" auch Segelregatta-Begleit- und Sicherungsdienst, sei es als Bojenleger, Kontrollposten an Bojen oder Start- und Zielschiff.
Europäische Wassersportclubs bzw. Hafenan-lagen an Küsten und Binnenseen und Bade-strände die eine Vielzahl von umwelt-schützenden Voraussetzungen erfüllen, können mit der "Blauen Europa-Flagge" ausgezeichnet werden. Die Voraussetzungen sind u.a. das Vorhandensein ent- sprechender Infrastrukturen wie Mülltrenn- und Fäkalienabsaug-anlagen, Entsorgungseinrich-tungen für Bilgenwasser, Altfarben und Altöl usw.
In 2001 wurden alleine am Bodensee insgesamt 19 Clubs bzw. Hafenanlagen durch die "Deutsche Gesellschaft fuer Umwelterziehung Hamburg" (DGU) mit dieser Blauen Europa-Flagge ausgezeichnet. Seit 1996 hat der DSMC als Anerkennung für seine vorbildliche Hafenanlage - zusammen mit weiteren Clubs und Häfen am Bodensee - jährlich die "Blaue Europa-Flagge" erhalten.