Alois Ritsche
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Reisebericht

Unsere Reise 1996 führte uns durch die Weststaaten der USA:
Kalifornien, Arizona, Utah und Nevada.

Teil 5:
Monterey, Seventeen Miles Drive, Carmel, Hearst Castle, Morro Bay




22. Tag: Montag, 14. Oktober 1996:

Nach dem Frühstück im Hotel folgen das Aus-Checken, Kofferservice und Valet Parking ohne Probleme. Bevor wir abfahren, kaufen Sigrid und Gisela noch in einer Bäckerei in der Geary Street belegte Brötchen für die Reise. Dann heißt es Abschied nehmen von San Francisco.
Wir fahren den Geary Boulevard nach Westen, füllen den Tank noch auf und erreichen den berühmten Highway No 1. Von da ab gehts nach Süden. Unser heutiges Tagesziel ist Monterey (ca. 150 km). Die Route führt uns an der Pacificküste entlang, vorbei an wunderschönen Uferlandschaften. In "Rio del Mar" machen wir am Sandstrand eine kurze Rast für unseren Lunch.

[Sandstrand] [Sandstrand]

[Rio del Mar] [Rio del Mar]

Sandstrände am Pacific Sandstrände
Rio del Mar: Rast für unser Lunch Rio del Mar: Rast für unser Lunch



Monterey


[Park Crest Motel]

Schließlich erreichen wir Monterey und beziehen im "Motel Park Crest" unsere Zimmer.

Adresse: 1100 Munras Avenue, Monterey, California 93940, US
Areas Served: Monterey, California
Property Phone: (408) 372-4576   Fax: (408) 372-2317
Hotel: Number of Rooms: 53

Quick Description: Interested in recreation? Some of the world's most demanding and beautiful golf courses are just the tip of the recreational iceberg, since the year round climate also permits, tennis, hiking, walking, bicycling, deep sea and surf fishing, sailing, horseback riding, dune buggying and other activities. And be sure to set aside some time for an early morning or sunset walk along the beach. Watch the gulls winging overhead, the pelicans feeding, sea otters flocking in kelp beds, the sleek sea lions barking and waddling at water's edge. You'll see why the Monterey Peninsula is so special to so many people. You can overlook the Bay from our view rooms or enjoy the comfort of our many suites. No matter how you do it we know you'll have the enjoyment and fun of being in the Monterey Peninsula and staying at the Best Western Park Crest Motel.


Seventeen Miles Drive:


Nach dem Ein-Checken und einer kurzen Rast auf dem Zimmer machen wir einen Ausflug in den berühmten "17-Mile Drive" mit den bekannten View points "Point John", "Bird Rock", "Seal Rock" und "Lone Cypress Tree" mit herrlichen Felsküsten und starker Brandung. Auf der Halbinsel gibt es 5 Golfplätze. Die Fahrt geht um die Halbinsel Monterey herum; man durchquert dabei den DEL MONTE FOREST.



[17-Mile Drive] [Point Joe] [Seal Rock] [Seal Rock]

Karte der Monterey Peninsula mit 17-Mile Drive - Point Joe und Seal Rock



[Brandung] [Brandung] [Bird Rock] [Lone Cypress Tree]
Wunderschöne Brandungen - Bird Rock und Lone Cypress Tree


[Lone Cypress Tree] [Lone Cypress Tree] [Bay von Carmel]

[Bay von Carmel] [Carmel] [Carmel]


Lone Cypress Tree - Bay von Carmel

Von hier aus gehts zurück in unser Motel. Abends spazieren wir in die Stadt und gehen zum Italiener "CIBO" zum Dinner. Meine Pizza bzw. die Anti Pasti schmecken sehr gut.
Ein anstrengender, aber sehr schöner Tag geht zu Ende. Wir schlafen gut.


23. Tag: Dienstag, 15. Oktober 1996

[Cannerary Row] [Bay Aquarium]

Nach dem Frühstück fahren wir durch die Stadt in den Hafen und in die Cannery Row. Dort parken wir den Wagen und gehen zu Fuß die Cannery Row entlang bis zum "Monterey Bay Aquarium". Das ist eine sehr interessante Anlage mit einem großen Becken, in dem sich Fische aller Art tummeln, Haie, Schildkröten, Barracudas, Thunfische, Ocean Sunfish und viele Arten von Fischen, die uns unbekannt sind. Am Becken mit den Seelöwen ist gerade Fütterungszeit. Eine große Show mit Algen in den schönsten Farben rundet das Aquarium ab.

Auf dem Rückweg vom Aquarium zu unserem Parkplatz werde ich von einer Dame auf englisch angesprochen und nach dem Weg zum Aquarium gefragt. Da sie nach der Aussprache eine Deutsche war, antwortete ich zu ihrer Verblüffung auf Deutsch.

Die Cannery Row ist ein Touristen-Einkaufszentrum mit vielen kleinen Läden und Boutiquen. Werner und Gisela kaufen in einem Bookshop den Roman "Straße der Ölsardinen" in englisch von John Steinbeck für Sohn Martin.

Anschließend fahren wir wieder durch die Stadt zurück auf die No 1 und weiter bis zum Point Lobos State Reserve.
Henry Miller sagte einst über Big Sur: "Hier verwirklicht sich der kalifornische Traum... das Angesicht der Erde, wie es sich der Erschaffer vorgestellt hat."
Big Surs Landschaft wird von einer felsigen Küste bestimmt, deren tosende Brandung von Klippen, die 300 Meter über dem Meeresspiegel liegen, gehört werden kann. Der Highway No 1 windet sich hier bergauf und bergab durch die spektakuläre Küstenlandschaft. Kein anderer Teil des Küstenhighways läßt sich mit dieser Strecke vergleichen. Besuchern bietet sich ein majestätischer Ausblick auf den Pazifischen Ozean. Ganz in der Nähe befindet sich das Point Lobos State Reserve, genannt "das herrlichste Aufeinandertreffen von Wasser und Land auf der ganzen Welt". Dieser Nationalpark hat viele Künstler inspiriert und war unter anderem der Hintergrund für Robert Luis' Abenteuergeschichte "Treasure Island".

Und mitten in dieser Bucht auf den Felsen tummeln sich Seelöwen. Wir finden hinter Felsen winsgeschützte Stellen und nehmen dort unser Lunch ein. Als Gast stellt sich ein Erdhörnchen ein, das mit uns Äpel, Banannen und Brot verzehrt.
In einem Store ergänzen wir wieder unsere Vorräte. Der junge Verkäufer erzählt, daß er als Soldat in Deutschland gewesen sei. Ihm würden "Sauerkraut und Knödel" besonders gut schmecken.


[Point Lobos] [Lauschiger Platz] [Erdhörnhcne]
Lobos Point - Ein lauschiger Platz - Gefrässiges Erdhörnchen

Carmel by the Sea


Nach diesem Abstecher fahren wir in die berühmte Stadt "Carmel", eine sehr gepflegte, hübsche, gemütliche, kleine Stadt mit sauberen Straßen und schönen Häusern mit Vorgärten. Der Schauspieler Clint Eastwood wurde hier zum Bürgermeister gewählt. In Carmel befindet sich eine der zwei Basiliken an der Westküste. Die Basilika der Mission San Carlos Borromeo wurde vor mehr als 200 Jahren von Vater Junipero Serra gebaut, um die in der Gegend lebenden Indianer zu bekehren.
Das Parksystem erscheint uns sehr interessant: Man kann 60 Minuten gebührenfrei parken. Der Sheriff fährt mit einem Elektrofahrzeug und mit Kreide an einem Stock bewaffnet vorbei und markiert zunächst den Hinterreifen des Autos. Bei der nächsten Runde markiert er, falls das Auto noch dort parkt, den Vorderreien.Wahrscheinlich klebt er beim dritten Male einen Strafzettel an die Windschutzscheibe. Wir lassen es nicht darauf ankommen.
Am Pacific empfing uns ein traumhaft schöner weißer Sandstrand, der zum Baden und Verweilen einlädt. Immerhin habe ich Schuhe und Strümpfe ausgezogen und bin bis zu den Knöcheln in den Pacific. Das Wasser ist ziemlich kühl, höchstens 16 - 17 Grad Celsius. Daher verzichte ich auf ein Vollbad. Aber der Strand mit der Brandung ist wundervoll.

[Haus in Carmel] [Haus am Strand]











Schöne Häuser in Carmel - Der weiße Sand von Carmel




[Carmel] [Carmel]













[Carmel] [Carmel]











Der Strand von Carmel



Nach diesen Erlebnissen fahren wir in Monterey zunächst in einen Store, um unsere Vorräte aufzufrischen. Dann gehts in unser Hotel zurück. Gisela und Werner machen noch einen kurzen Abstecher nach "Pacific Grove", eine Stadt südwestlich von Monterey.


24. Tag: Mittwoch, 16. Oktober 1996:

Wir verabschieden uns von Monterey und fahren auf der No 1 in Richtung Süden. Unser Tagesziel ist "Morro Bay" am Pacific, ca. 100 Meilen.
An zwei wunderschönen View Points machen wir Fotopausen: Port Sur und Cape St. Martin.


Port Sur - Brücke am Highway No. 1 - Cape St. Martin - Prosit ! - St. Martins Beach



San Simeon: Hearst Castle


In San Simeon zweigen wir ab in Richtung "Hearst Castle". Der Zeitungs-Milliardär William Randolph Hearst hatte dieses Schloß für ca. 30 Millionen Dollar erbauen lassen. Es hat eine excellente Lage auf einem Hügel mit herrlichem Blick auf den Pacific und in die Seitentäler.
Im Innern gibt es wertvolle Kunstsammlungen aller Stilrichtungen, Teppiche, Gobelins, Möbel, Gemälde etc. zu besichtigen. Die meisten Einrichtungsgegenstände sollen von Kunsthändler aus New York in der ganzen Welt gesammelt und an Hearst geliefert worden sein. Bei der Besichtigung wird auch gezeigt, in welchem Bett u.a der Filschauspieler und Sänger Frank Sinatra zu übernachten pflegte. Auf dem Gelände gibt es 2 Swimmingpools, die zum Baden eingeladen hätten. Leider ist dies hier nicht gestattet. Es folgen unzählige Gärten und Terrassen. Das Schloßgelände ist nur mit Shuttlebussen vom Visitor Center aus zu erreichen.
Wir schließen uns um 12.45 Uhr einer Führung an.


Hearst Castle - Hearst Castle Park - Swimmingpool


Morro Bay

Nach der Besichtigung machen wir uns auf der No 1 auf den Weg in Richtung Morro Bay, das wir nach ca 20 Meilen erreichen.
In Morro Bay werden wir im Best Western Hotel El Rancho von der freundlichen Besitzerin begrüßt und willkommen geheißen. Sie gibt uns Tips, wo man gut frühstücken und dinnieren kann.
Dann händigt sie uns Chips "Good for one Coffee" und einen Gutschschein aus für ein verbilligtes Dinner im Restaurant "Rose´s Landung" am Hafen.
Abends fahren wir in das Hafengebiet und spazieren bei schönem Sonnenuntergang am Embarcadero entlang und genießen den Naturhafen hinter dem Morro-Felsen. Es wird ziemlich kühl.


Morro Rock - Das Städtchen gruppiert sich um den Hafenbereich - Morro Bay Hafen


25. Tag: Donnerstag, 17. Oktober 1996:

Das Frühstück nehmen wir beim Mexikaner im Coffe Shop gegenüber dem Hotel ein. Wir geben die Chips von unserem Hotel ab, einen Preisnachlaß können wir auf der Rechnung allerdings nicht feststellen. Offenbar hat sich das noch nicht bis zu ihm durchgesprochen.
Von Morro Bay aus machen wir einen Tagesausflug, der uns zunächst in die Stadt "San Luis Obispo" führt, der früheren Hauptstadt der spanischen Einwohner von Kalifornien. Sie liegt unter den Santa Lucia Mountains. San Luis Obispo ist eine schöne Stadt mit 40 000 Einwohner. Es ist sehr gepflegt, wir fahren durch Stadtteile mit lauter kleinen Einfamilienhäusern mit Vorgärten.

Da die Stadt nach unserem Geschmack nichts Aufregendes bietet, fahren wir auf der No 101 weiter über Paso Robles zur "Mission San Miguel". Vor über 200 Jahren wurde dieses Kloster gegründet, um die in diesem Gebiet lebenden Indianer zu bekehren. Es bietet sich uns ein interesanes Anwesen mit einer historischen Ausstellung, in der alte Meßgewänder, Meßbücher, inianische Gebrauchsgegenstände usw. zu sehen sind. Nach Besichtung der Klosterkirche - und nach einer Spende von 1 $ - fahren wir weiter und versuchen, den "Lake Antonio" zu erreichen. Da dies aber nur gegen eine Eintrittsgebühr möglich ist, verzichten wir darauf.
Unterwegs halten wir unter einer alten Eiche zu einem leichten Obstlunch. Plötzlich bewegt sich neben uns ein große, schwarze Spinne über die Straße, wahrscheinlich eine giftige "Schwarze Witwe". Wir haben daraufhin kurz den Standort gewechsel, um noch fertig zu vespern, sind aber dann gleich weitergefahren in Richtung Morro Bay.
Gegen 17.00 Uhr fahren wir wieder in das Hafengebiet von Morro Bay und spazieren auf der Embarcadero an den vielen Boutiquen und Restaurants vorbei bis zu "Rose´s Landing". Dort nehmen wir unser Dinner bei romantischem Sonnuntergang. Bei einer steifen Brise aus Südwest und kühler Temperatur gehen wir, in unsere Jacken gehüllt, noch bis zum Landesteg der Fischereiflotte und von da aus wieder zurück ins Hotel.


Morro Bay: Romantischer Sonnenuntergang - Der Fischereihafen



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© 2009 by Alois Ritsche • Update: 17.07.2009