Teil 4: Volcano, Sacramento, San Francisco
Wir befinden uns noch in Volcano im Hotel St. George. Und Frau Inman hatte Erfolg: Nach mehreren Telefonaten mit San Francisco und unter Mithilfe von Hotelgästen, die aus San Francisco waren, teilt sie uns freudestrahlend mit, daß wir für vier Nächte Quartier im Hotel DIVA am Geary Boulevard in San Francisco haben.! Alle größeren Hotels waren wegen eines Ärztekongresses mit mehreren Tausen Teilnehmern belegt. Daher waren die Hotels alle schon im voraus für dieses Ereignis reserviert. Mit Ausnahme des DIVA Hotels, das erst vor kurzem nach Renovierungsarbeiten wieder eröffent wurde. Wir verabschieden uns sehr herzlich von Mr und Mrs Inman und fahren zunächst nach Jackson an die Tankstelle und in den Store, um unsere Erfrischungen zu ergänzen. Von da aus führt uns unsere Route nach Sacramento, der Hauptstadt von Kalifornien. Unser Tagesziel ist San Francisco.
Sacramento, die Hauptstadt von Kalifornien, hat 1 Million Einwohner. Straßen, Häuser und vor allem die Menschen sind sehr gepflegt. Die Herren tragen alle Krawatte und Sakko, die Damen hübsche Kleider. Man merkt, daß man in einer Regierungs- und Verwaltungsstadt ist. In der Nähe des Gouverneurs-Palastes parken wir unser Auto und besichtigen eine katholische Kirche, wo um 12.00 Uhr geade eine Heilige Messe gelesen wurde. Ein willkommener Anlaß, etwas in Stille zu verweilen. Das Capitol, Sitz des Gouverneurs und des Parlaments, liegt in einem sehr schönen Park mit alten Bäumen. Der Besuch der Restrooms beim Gouverneur wird von den Sicherheitskräften, die wir vorsorglich fragten, genehmigt.
Das Capitol in Sacrammento - Katholische Kirche in Sacramento - Park mit alten Bäumen
Um 13.00 Uhr fahren wir auf dem Highway weiter in Richtung San Francisco. Es zieht sich etwas hin auf den Highways und Freeways, und es herrscht reger Verkehr.
Vorbei an der Künstlerstadt Sausalito erreichen wir endlich die Golden Gate Bridge. Es ist ein erhebender Anblick: die Skyline von San Fancisco im Sonnenlicht.
Golden Gate Bridge - Einfahrt nach San Francisco über die Golden Gate - Skyline in der Sonne
San Francisco, von Amerikanern meist besuchte Stadt. Heilige und zugleich profane Königin unter den Städten des Westens. (In der City leben ca. 700 000 Einwohner). Um in den Geary Boulevard zu gelangen, müssen wir erst einige Runden über Kreuz- und Querstraßen fahren. Aber dann finden wir das Hotel DIVA, ein sehr gepflegtes Hotel mitten in der Innenstadt, nahe dem Union Square, dem Mittelpunkt von San Francisco. Wir sind natürlich sehr erfreut, daß das Hotel extra für unsere Besuch völlig renoviert und auf Hochglanz poliert worden war! (Siehe Bild links: Hotel-Entree). Valet Parking, Gepäck-Service und Ein-Checken gehen problemlos ab.
Quick Discription: This modern Italian designed hotel (winner of the Best Hotel Design of the Year in Interiors Magazine) is located 2 blocks from the Center of Union Square also 2 blocks from the Cable Car. Seven Floors with 108 guest rooms gives this 1st Class hotel an intimate feeling, all rooms have 2 phones, remote color tv and vcr, extensive video library, mini-bars, european down comforters and pillows, in room safe. Famous California Pizza Kitchen off lobby and fitness center is open 24 hours. In unserem Zimmer gibt es leider nur "Kings", das heißt: ein Doppelbett. (Siehe Bild rechts: (Hotelzimmer). Lieber wäre uns "Queens", das sind zwei einzelne Betten, gewesen. Aber es ging ganz gut. Wir haben in den folgenden Nächten trotzdem gut geschlafen. Anschließend unternehmen wir einen Orientierungsbummel über den Union Square, wo weltberühmte Kaufhäuser wie "MACY´s" und "NIEMANN-MARCUS" sind, und zur Cable Car Station. Dann gehts die "Powell Street" bergauf bis zur "California Street" auf dem "NOB Hill". Von Hier aus hat man bereits einen Blick auf die Bay von San Francisco. Ein Besuch in der "Grace Cathedral" ist sehr erbaulich bei Vespergottesdienst mit sehr schönem Chorgesang. Auf dem Rückmarsch ins Hotel, diesmal bergab, nehmen wir in einem netten Ecklokal unser Dinner. So beschließen wir den ersten Tag in der wunderschönen Stadt San Francisco.
Grace Cathedral in der California Street - Cable Car
19. Tag: Freitag, 11. Oktober 1996:
Das Frühstück wird auf dem Zimmer serviert. Man kann am Vorabend wählen, wieviel Brötchen etc.man wünscht. Dann gönen wir uns ein besonderes Erlebnis: Die Fahrt mit dem Cable Car zur Fishermans Wharf. Am Endpunkt der Linie, in der Powell Street, warten bereits etwa 200 Personen auf einen Cable Car. Aber es geht verhältnismäßig zügig voran. In unserem Wagen, der natürlich bis auf den letzten Stehplatz besetzt ist, macht ein temeramentvoller schwarzer Driver seine Witze. Alle Amerikaner lachen, wir verstehen leider kein Wort. Fishermans Wharf ist eine einzige Attraktion. Fischbude an Fischbude, Hummer, Hot Dogs, maritime Läden, Cafes, Restaurants, Boutiquen etc. In einem Teil des Hafens sind alte Kriegsschiffe geparkt, die wir von außen besichtigen. Anschließend essen wir an einem Stand unseren ersten Hot Dog. Er schmeckt. Nach dem Fischerboot-Hafen bewegen wir uns Richtung Pier 39 zu einem der Sportboothäfen mit schönen und großen, aber auch "interessanten" Booten. Dort haben Seelöwen unter dem Schutz der Stadt San Francisco einen großen Teil der Schwimmstege besetzt und machen einen Höllenlärm mit ihrem Geschrei und Gebell. Außerdem sind die Gerüche nicht gerade angenehm. Eine große Prozession von Touristen zieht durch die Gegend. Man hört immer wieder deutsche Laute.
Fischerboote - Ein interessantes Schiff - Seelöwen im Hafen
Im Restaurant "Buena Vista", 2765 Hyde Street, nehmen wir Kaffee und Kuchen zu uns, während in der ganzen Bucht Flugzeuge ihre Kunstflüge trainieren, u.a. auch die "Blue Angels", eine Düsenjäger-Formation der Luftwaffe. Wir erfuhren dann von freundlichen amerikanischen Tischnachbarn, daß sie für die Flottenparade am folgenden Tage trainieren. In einem Maritime Store kaufe ich mir eine "Captains-Mütze". Für die kleine Sarah, unser jüngstes Enkelkind, kauft Sigrid ein hübsches Hütchen. Vor dem Store spricht mich eine Amerikanerin mit ihrem Mann an und fragt, wo ich diese Mütze gekauft habe (where did you bye this cap?). Als ich ihnen sagte, in diesem Maritime-Store, stürzen sie in den Laden und kommen nach kurzer Zeit enttäuscht zurück. "Sold out". Am Hyde Street Pier besichtigen wir im National Maritime Museum die Sammlung historischer Schiffe, u.a die "Balclutha", ein Dreimaster aus dem Jahr 1886. Da wir als "Senioren" gelten, ist der Eintritt kostenlos.
Dann kehren wir ziemlich müde zum Cable Car zurück und fahren in Richtung Hotel DIVA. Nach kurzem Ausruhen gehen Werner und ich in das nächst gelegene Best Western Hotel, um in Monterey, Morro Bay und Santa Barbara Quartier zu machen. Der Portier erledigt das für uns per Telefon und gegen 10 $. Anschließend holen wir unsere Frauen zu einem üppigen Male im "Burger King" in der Powell Street. Alle essen ein "Whopper", der mit Getränken für zwei Personen etwa 3,90 $ kostet! Auch das kann man essen. Nach einem Bummel durch das Kaufhaus "MACY´s" gehen wir müde ins Hotel zurück.
20. Tag, Samstag, 12. Oktober 1996 Nach dem Früstück auf dem Zimmer gehen wir zu Fuß zunächst die "Powell" bergauf bis zur "Cailfornia" und fahren dann mit dem Cable Car in die Chinatown bis zur Grant Street. GRANT AVENUE ist das Herzstück. Chinatown in S.F. ist die größte außerhalb von Asien. Hier herrscht eine sehr interessante und für uns völlig fremde Atmosphäre. In fast jedem Haus ist ein chinesischer Laden. Und Restaurants in Hülle und Fülle. In einer Chinesischen Bakery nehem wir chinesischen Tee und Kuchen.
Nach dem Früstück auf dem Zimmer gehen wir zu Fuß zunächst die "Powell" bergauf bis zur "Cailfornia" und fahren dann mit dem Cable Car in die Chinatown bis zur Grant Street. GRANT AVENUE ist das Herzstück. Chinatown in S.F. ist die größte außerhalb von Asien. Hier herrscht eine sehr interessante und für uns völlig fremde Atmosphäre. In fast jedem Haus ist ein chinesischer Laden. Und Restaurants in Hülle und Fülle. In einer Chinesischen Bakery nehem wir chinesischen Tee und Kuchen.
Gleich neben der Chinatown befindet sich der "Financial District" mit seinen Banken-Wolkenkratzer und der "Trans America Pyramid" in der Montgomery Street. Leider war der Zutritt zur Pyramide nicht gestattet. In der "Embarcadero" am Hafen von San Francisco besuchen wir einen "Farmers´s Market" mit frischen Früchten und Gemüse. Im Hafen fahren zwei Flugzeugträge auf, begleitet von Kreuzern der Amerkikanischen Marine für die Flottenparade. Die "Blue Angels" veranstalten wieder einen Höllenlärm, wenn sie in niedriger Höhe über die Bucht und über die Stadt brausen und ihre Flugkunststücke zeigen. Auf einer Bank ruhen wir uns kurz aus und nehmen einen leichten Obstlunch.
Nach dem Besuch im Hafen von San Francisco fahren wir mit dem Cable Car bis zum Fairmont Hotel, eine der ersten Adressen von San Francisco. Das Hotel war Schauplatz einer Fernsehreihe namens "Hotel St. George". Alles ist in Gold und Plüsch gehalten. Bei diesem Prunk lassen wir es auch nicht an Vornehmheit mangeln und gehen durch das Hotel-Entree zum Lift und fahren in den Tower hinauf. Von dort aus hat man, bei Kaffee und Kuchen, einen atemberaubenden Rundblick über die ganze Stadt und die Bay.
Bay Bridge mit Trans American Pyramide - Golden Gate Bridge - San Francisco Bay - Telegraph Hill
Zum Relaxen gehen wir anschließend zurück in unser Hotel. In der hoteleigenen Pizzeria nehmen wir unser Dinner. Meine Pizza hatte einen Belag von "nicht-angemachtem Endiviensalat". Das war nicht ganz mein Geschmack. Die Spaghetti von Sigrid und die Speisen von Gisela aund Werner sollen gut gewesen sein. Nach einem Verdauungs-Rundgang um den Union Sqare begeben wir uns wieder ins Hotel. Werner berichtet von einem kleinen Erlebnis: Er geht in einen Fotoladen in der Powell Street, um einen Film für seine Videokamera zu kaufen. Der Verkäufer, ein Asiate, bietet ihm ein Infrarot-Objektiv für seine Kamera zum Preis von 900 $ an. Natürlich lehnt Werner ab; wer braucht schon für private Erinnerungsfilme ein Infrarot-Objektiv? Schließlich gibt der Verkäufer, der inzwischen auch seinen Chef informierte hatte, im Preis immer mehr nach bis er schließlich Werner das Objektiv plus Film für 100 $ anbietet! Werner lehnt immernoch dankend ab, kauft seinen Film für 12,00 $ und verläßt den Laden.
21. Tag: Sonntag, 13. Oktober 1996
Nach dem Frühstück im Hotelzimmer mit frischen Croissants, Marmelade, Honig und Orangensaft gehen wir zu Fuß einige Straßen nacxh Süden. Die Gegend ist nicht mehr so schön wie rund um den Union Square; die Häuser sind weniger gepflegt. Finstere Gestalten halten sich dort auf. Wir werden angesprochen, reagieren aber nicht darauf. In der Market Strett fragen wir einen Amerikaner nach dem Civic Center. Er antwortet auf Deutsch und gibt uns freundlich Auskunft. Wir durchqueren einen Farmer´s Market mit frischem Obst und Gemüse auf dem UN-Plazza. Es hat sehr viele Leute, die dort am Sonntag Morgen einkaufen. Die City Hall, das Rathaus von San Francisco, fällt auf durch seine sehr schöne Kuppel. Daneben ist das Opernhaus. Ganz in der Nähe befindet sich die Symphony Hall.
Auf dem Farmer´s Market - City Hall, das Rathaus
Unser Ziel ist nun die Golden Gate Bridge, die wir am Vortag aus der Ferne in strahlendem Sonnenschein erlebt haben. Nach einigem Durchfragen finden wir die Haltestelle für Busse zur Golden Gate. Am Ziel angekommen, stellen wir fest, daß alles im Nebel ist und die Skyline von San Francisco überhaupt nicht zu sehen ist. Ein kleiner Spaziergang auf dieser weltberühmten Brücke ist trotzdem ein Erlebnis. Nach einem Hot Dog an einem Stand unterhalb der Brücke machen wir uns auf den Weg, immer am Wasser entlang, in Richtung Fisherman´s Wharf. Allerdings ist dies ein Fußweg von 6,5 Meilen! Vorbei am Fort Point kommen wir bis zum Marina District "Marina Green" mit dem schönen Sportboothafen und dem Clubhaus. Dort versuchen wir, zunächst vergeblich, telefonisch ein Taxi zu bekommen. Auch die anwesenden Polizeistreifen auf Motorräder sind nicht sehr hilfsbereit. Offenbar stehen sie unter Streß, da die halbe Stadt wegen der Columbus Day Parade verstopft ist. Der Verkehr ist total zusammengebochen. Schließlich, nach mehreren telefonischen Versuchen von Werner, kommt ein "Yellow Cab", das uns bis kurz vor Fisherman´s Wharf fährt. Dort ist ein großer Verkehrsstau wegen der Parade. Am Straßenrand bekommen wir noch einiges mit von der Columbus Parade. Schließlich landen wir zu Fuß in Fisherman´s Wharf und gehen dann in ein Restaurant. Während wir auf einen Tisch warten, spricht hinter uns eine Schweizerin mit ihrem Partner: "Diä händ das nöt gärn, wemmr an dr Tisch gaht." Worauf ich antworte: "Nei diä händ das gar nöt gärn. Mr mueß warte, bis eine chunt." Es stellt sich dann heraus, daß es Schweizer aus dem Aargau waren. Nach einem späten Lunch begeben wir uns zur Cable Car Haltestelle. Dort warten wir über eine Stunde in einer großen Menschenmenge, bis wir einsteigen können. Es ist sehr viel Betrieb, und es wird unangenehm kühl. Wir fahren sofort zum Hotel und legen uns bald schlafen, alle sind groggy.
Die Golden Gate Bridge im Nebel
Fort Mason - Marina Green
Columbus Day Parade