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California Dreams Stars and Stripes
Reisebericht

Unsere Reise 1996 führte uns durch die Weststaaten der USA:
Kalifornien, Arizona, Utah und Nevada.

Teil 2:
Mojave-Wüste, Indianer Land, Needles am Colorado River,
Grand Canyon, Monument Valley



Fortsetzung 6. Tag:  Samstag, 28. September 1996:

Unsere Fahrt führt uns durch die Mojave-Wüste. Sie liegt zwischen dem U.S. Highway 395 und der Interstate 40 und endet an der Grenze von Nevada. (Mojave heisst ein Indianerstamm im Südwesten).

Und es geht weiter durch Indianerland. Der Freeway führt 100 Meilen immer gerade aus, ohne Service Station, topfeben, auf nicht mehr so gut ausgebauten Strassen wie bisher. Und hier passiert es: Ein Truck schleudert uns einen Stein an die Windschutzscheibe. Dieser Stein verursacht ein kleines Loch und einen Riss, der sich im Verlauf der Fahrt noch vergrössert, aber nicht durch die Glasschichten durch geht.

Während einer kurzen Rast im Indianerland nehmen wir Erfrischungen zu uns und lassen die Autotüren geöffnet. Sofort hält ein Privatwagen, allerdings in gebührendem Sicherheitsabstand von 30 Metern, und erkundigt sich, ob wir ein Problem hätten. Auf unser "Thank you, we have no problem!" fährt er weiter. Offenbar ist ein geöffneter Kofferraumdeckel eine Art Hilferuf.

Während der Weiterfahrt ertönt plötzlich immer wieder ein Warn-Signalton im Auto, immer wenn der Wagen in eine Senke der Strasse fährt. Wir kommen etwas ins Grübeln. Was kann das sein? Schliesslich gibt es für alles eine Erklärung: Während unserer Rast im Indianerland wurde offenbar der Kofferraumdeckel nicht ganz geschlossen. Bei jeder Senkendurchfahrt verrutsche das Gepäck und stiess leicht gegen die Türe, so dass die Elektronik im Auto eine Warnung wegen nicht ordnungsgemäss geschlossener Türe abgab. Wir waren natürlich beruhigt, dass es kein Schaden am Mietauto (Rent-a-Car) war.


[Im Indianerland] [Im Indianerland]
[Kurze Rast im Indianerland]
Im Indianerland - kurze Rast

Nördlich fahren wir vorbei am LAKE HAVASU - indanisch für "blaues Wasser"- Es ist ein 74 km langer Stausee.


Needles am Colorado River


Nach einer langen Fahrt über Strassen, die leider nicht sehr gut erhalten sind, erreichen wir endlich Needles (ein Kaff). Unser Hotel "Best Western Colorado Inn" finden wir auf Anhieb.



Best Western Colorado River Inn
Adresse: 1 Needles Highway, Needles, CA 92363 US
hotelphone: US 2F Canada toll free 800-780-7234 3B, direct 353-1 7038500 3B


Quick Description: You'll rest comfortably at the Best Western Colorado River Inn, a motel conveniently located just off I-40. Enjoy the comfort of your spacious guest room or mini-suite with king or queen bed, 25 inch cable television with free HBO and ESPN, refrigerator, microwave, and free local telephone calls. Help yourself to complimentary coffee in the lobby every morning. Feel relaxed and refreshed after using our indoor heated pool, sauna and Jacuzzi®. We also have laundry facilities for your convenience. We look forward to your visit at the BestWestern Colorado River Inn.

Nach kurzem Ausruhen fahren Werner und ich zur Ford-Vertretung im Ort, um nach der defekten Windschutzscheibe sehen zu lassen. Allerdings ist das Geschäft geschlossen, da Samstag Abend ist.
Sigrid und ich schwimmen einige Runden im hoteleigenen Swimmingpool und besuchen den Wirlpool (Jacuzzi). Abends nehmen wir in der Kneipe gegenüber dem Hotel unser Dinner. Werner hat gewisse Probleme mit dem Essen, da ihm das Menue nicht richtig schmecken will. Schliesslich "hirnen" wir, wie wir den zusätzlichen Tag von San Diegeo wieder einholen können. Die Lösung: Keine Übernachtung am Lake Powell.


7. Tag: Sonntag, 29. September 1996:

Nach einem sehr guten American Breakfast starten wir von Needles aus in Richtung Grand Canyon. Die Strassen sind in sehr gutem Zustand. Wir passieren die Grenze zum Bundesstaat Arizona.



[Eine Sattlerei] [Rast vor der Bank]


[Shop in Seligman] [Santa Fee Express]


Im Dorf Seligman - Rast vor dem Bankhaus - Store in Seligman - Santa Fee Express

Wir verlassen den Freeway und legen im Ort "Seligman" einen Tankstop ein. An der Tankstelle übernehme ich den Zahlungsvorgang ($ 11,85). Die Tankwartin ist sehr kritisch: Ich muss nicht nur den Reisepass zeigen, sondern auf dem Traveller Check meinen Daumenabdruck hinterlassen, nachdem sie die persönlichen Daten alle auf den Rand des Schecks vermerkt hatte. Wir lachen uns anschliessend kaputt.

Plötzlich sehen wir den ersten Zug, den Santa Fee Express. Nach einem ausgiebigen Lunch vor der "Stockmen´s Bank" fahren wir auf dem Freeway weiter.



Grand Canyon



[Best Western Squire Inn]

Gegen 15.20 Uhr erreichen wir den Ort Grand Canyon Village und finden unser Hotel "Squire Inn", ein sehr gepflegtes Haus. Im Hotel finden wir ein wohltuend gemütliche Atmosphäre vor.

Park-Eingang

Nach dem Ein-Checken fahren wir zunächst an den Eingang zum Grand Canyon und erkunden die Richtung, die wir morgen fahren werden.



8. Tag: Montag, 30. September 1996:

Der Montag beginnt mit einigen Erfolgserlebnissen: Werner hat drei Meilen vom Bryce Canyon entfernt in Kayenta Hotelzimmer buchen können, und ich habe telefonisch in Las Vegas zwei Doppelzimmer im Hotel EXCALIBUR geordert.

Nach dem Frühstück fahren wir in den Grand Canyon. Wir treffen auf ein überwältigendes Naturschauspiel, das nahezu unbeschreiblich ist. Das Wetter ist hervorragend.


[Grand Canyon] [Grand Canyon]

[Grand Canyon] [Grand Canyon]

[Grand Canyon] [Grand Canyon]

Der imposante Grand Canyon

[Grand Canyon] [Grand Canyon]
Alle Vier im Grand Canyon - und s´Ritsches im Grand Canyon


Gisela und Werner machen einen grösseren Ausflug zu Fuss am Rande des Canyons entlang. Sigrid und ich bleiben am grossen Aussichtspunkt, fahren dann mit dem Wagen an die Stelle, wo der Ausflug zu Fuss endet und nehmen Gisela und Werner wieder auf. Anschliessend an unsere Tour im Grand Canyon besuchen wir die Filmvorführung "Hidden Secrets" im IMAX. Geboten wird ein Grand Canyon-Erlebnisfilm auf Grossleinwand in 3D. Man meint, man sitzt im Flugzeug und fliegt sämtliche Kurven durch enge Canyon-Schluchten mit. Auch die Passagen des Films auf dem Colorado River sind so echt, dass man meint, die Welle kommt über den eigenen Kopf. Alles duckt sich. Zum Teil muss man die Augen schliessen, so dramatisch sind die Szenen.

Nach dem Film fahren wir kurz zum Flughafen und müssen feststellen, dass ein Hubschrauberflug durch den Canyon uns viel zu teuer ist. Daraufhin gehen wir in Hotel zurück. Werner und Gisela fahren am Abend nochmals in den Canyon, um den Sonnenuntergang dort zu filmen.




Monument Valley



9. Tag: Dienstag, 1. Oktober 1996:

[Einkaufen im Dorf]

Nach dem Breakfast und Aus-Checken aus dem sehr schönen Hotel wird noch Verpflegung eingekauft. Gisela und Sigrid kommen mit den berühmten "braunen Papiertüten" an. Von Grand Canyon Village aus fahren wir noch ca. 20 Miles durch den Nationalpark mit herrlichen Aussichten auf den Canyon, dann geht es in nördlicher Richtung nach Kajenta. Wir überqueren die Grenze zum Bundesstaat Utah.

Um 13.00 Uhr checken wir im Kayenta Hotel Holyday Inn ein, bringen das Gepäck aufs Zimmer und nehmen einen leichten Lunch zu uns. Anschliessend fahren wir 20 Miles in das Monument Valley. Ein Land wie im Kino! Eine Landschaft von fast unwirklicher, erhabener Schönheit. Erstreckt sich bis zum San Juan River. Die Navajo, denen das Land gehört, bieten mit Kleinbussen Touren an. Um 14.30 Uhr nehmen wir einen Wagen mit indianischer Führererin mit Namen Lorida und buchen die 1 1/2 stündige Tour durch das Tal. Lorida erzählt uns, dass ihr Grossvater als Medizinmann, Farmer und Jäger noch in dieser Gegend gewohnt habe.

Es ist ein Traum, alles roter Sand, fantastische Berge mit indianischen Bezeichnungen wie "Elefantenrücken", "Der Vater", "Die Brüder", "Arrow Head" usw. Da die Strassen im Tal "naturbelassen" sind, war es teilweise eine böse Rumpelei über Stock und Stein und sehr steil. Eine Fahrt mit dem eigen Auto ist nicht unbedingt empfehlenswert. Aber die Landschaft ist traumhaft schön. Hier entstanden viele Westernfilme u.a. mit John Wayne und anderen berühmten Schauspielern. Die ganze Zeit über war ein herrliches Wetter, aber im Valley bläst aber ein sehr heftiger, warmer Wind. Wir sind am Ende der Fahrt von Kopf bis Fuss vom Sand rot gefärbt und müssen im Hotel erst mal Duschen.



[Monument Valley] [Monument Valley]

[Monument Valley] [Monument Valley]

[Monument Valley] [Monument Valley]


[Monument Valley] [Monument Valley]

[Monument Valley] [Monument Valley]

[Monument Valley]

Monument Valley, ehemaliges Siedlungsgebiet der Navajos - Filmkulisse für zahlreiche Western

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© 2009 by Alois Ritsche • Update: 16.07.2009