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Numismatik
Die Welt der Numismatik ist faszinierend. Betrachtet man beispielsweise einen 1000 Jahre alten Brakteaten (Mittelalterlicher dünner Silberpfennig),
so fragt man sich unwillkürlich, durch wieviel Hände diese Münze seit ihrer Herstellung gegangen sein mag.
Mein Hauptgebiet sind die Prägungen von Konstanz und vom Bodenseegebiet. Seit dem 9. Jahrhundert wurden in Konstanz
Münzen geprägt. Das Recht stand zunächst dem Kaiser und später dem Bischof von Konstanz zu, der die geistliche und die weltliche Macht in seinem Bistum verkörperte. Der geografische Umfang des Bistums Konstanz entspricht in etwa der heutigen EUREGIO BODENSEE. Zwischen 1368 und 1400 begann die Stadt Konstanz, neben dem Bischof, eigene Münzen zu prägen.
Interessant sind die Ausführungen von Dr. Cahn in seinem Werk "Münz- und Geldgeschichte - Konstanz und das Bodenseegebiet im Mittelalter". So reichten 6 Mark Silber Konstanzer Gewichtes, das entspricht 1410 g Silber, im Jahre 1275 gerade aus, um die notwendigsten Lebensbedürfnisse eines Geistlichen in der Konstanzer Diözese zu bestreiten. Wessen Einkommen darunter lag, galt als mittellos und war von jeder Steuer befreit.
Die Münzmeister des Bischofs und später der Stadt Konstanz waren alle Künstler auf ihrem Gebiet. Die folgenden Beispiele sollen davon Zeugnis geben.
Konstanzer Regimentstaler
von 1623
und
Konstanzer Regimentstaler
von 1724
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